Aktuelle Einsätze im Abschnitt Schwechat Stadt und Land

 
Neue Alben
Abschnittsfeuerwehrtag 2012
 
Loading...
Loading...
Strahlenschutzeinsatz S1

Die Feuerwehr Schwechat wurde am 5.1.2012 von der Autobahnpolizei/ ADR Kontrolle darüber informiert, dass auf der Raststation der S1 ein Sattelschlepper mit radioaktiver Fracht kontrolliert wurde und bei dem Frachtstück Unklarheiten sind und mit einem erhöhten radioaktivem Wert gerechnet wird.


Die Feuerwehralarmzentrale Schwechat alarmierte daraufhin um 10:08 Uhr die Strahlenschutzgruppe 6/3, stationiert in Schwechat. In weiterer Folge wurden der Kommandant der FF Rannersdorf (Einsatzgebiet Rannersdorf, HBI Harald Bradengeyer) der Abschnittskommandat des Feuerwehrabschnitts Schwechat Stadt (Brandrat Anton Bernhard) der Bezirkskommandant (Bundesfeuerwehrrat Peter Ohniwas) der Landesfeuerwehrkommandant (Präsident Landesbranddirektor KR Josef Buchta) die BH Wien Umgebung der Landessachverständige für Strahlenschutz (Dipl. Ing.Gerhard Seifritz)
der Kommandant des Sonderdienstes Strahlenschutz (Brandrat Ing. Wolfgang Aspek) die Strahlenschutzgruppe 21 unter BI Markus Trimmel(Gammaspektrometer) verständigt.

mehr Bilder

Die Strahlenschutzgruppe 6/3 traf um 10:16 Uhr am Einsatzort ein. Die ASFINAG hatte den LKW Raststättenparkplatz großräumig abgesperrt.

Lage: Ein Sattelschlepper mit offenem Aufleger auf dem sich ein ca. 2x1x1 Meter großer gelber Metallcontainer mit einer Bezettelung für radioaktivem Inhalt mit einer Transportkennzahl 8,5 befand. Die anwesende Polizei hatte großräumig mittels Absperrband abgesperrt. Die Strahlenschutzgruppe rüstete sich mit Messgeräten (Thermoluminiszenzdosimeter, Dosisleistungsmessgeräten, Alarmdosimeter) aus und begann die Umgebung abzuspüren. Parallel wurden von der Polizei daneben abgestellte LKW untersucht, ob sich Fahrer in den Kabinen befinden. Erst jetzt wurde auf das Frachtstück genauer eingegangen um Absperrgrenzen festzulegen. Mit jedem Schritt zum Versandstück konnte festgestellt werden, dass die Angaben am Container korrekt waren und kein erhöhter Wert festgestellt werden konnte.

Von den Strahlengruppen wurden auch der Fahrer und der Beifahrer abgespürt, auch hier konnten keine erhöhten Werte als die Leerwerte der Umgebung festgestellt werden. Zur Sicherheit und absoluter Genauigkeit wurde ein Wischtest an der Oberfläche des Frachtstückes durchgeführt, auch hier keine erhöhten Messwerte. Mit dem Gammaspektrometer des NÖ Landesfeuerwehrverbandes (Messgerät zur Identifikation des strahlenden Stoffes) wurde festgestellt, dass es sich um Cäsium 137, handelte. Laut Bezettelung des Containers handelte es sich auch noch um Americium 241.

Diese Strahlenquelle war für Rumänien für eine Bohrlochanalyse bestimmt, die von Aberdeen /Großbritanien) kommend über Österreich transportiert wird. Eine Bohrlochanalyse wird für die Erdölsuche als Bodenuntersuchung und -erkundung eingesetzt.

Resümee: Aufgrund der Messwerte bestand keine Gefahr für Mensch und Umwelt. Der Frachtbehälter ist dicht, es konnte kein radioaktiver Stoff austreten.
Betreffend der mangelnden Kennzeichnung des Gefahrguttransporters selbst, ist die Polizei am Ermitteln. Die Alarmierung der Feuerwehr und die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften war höchst professionell. Die Strahlenschutzgruppen konnten um 12:50 wieder einrücken.

Eingesetzte Kräfte Feuerwehr
Strahlenschutzgruppe 6/3 Schwechat   4 Fahrzeuge  9 Mann
Strahlenschutzgruppe 21/ Wiener Neustadt  1 Fahrzeug 3 Mann
Sonderdienstkommandant   1 Fahrzeug 1 Mann

Weitere Einsatzkräfte anwesend
Autobahnpolizei, ADR Kontrolle Polizei
ASFINAG